Das Süddeutsche Kaltblutpferd

Eine lange züchterische Tradition, die sich auf die einstige römische Provinz "Noricum" erstreckte, hat letztlich den "Noriker", ein zum alpinen Gütertransport geeignetes, kräftiges, wendiges mit Fleiß und Ausdauer und Genügsamkeit ausgestattetes Kaltblutpferd entstehen lassen.

Noch bis gegen Mitte dieses Jahrhunderts wurde zwischen dem leichteren Noriker "Oberländer" und der kräftigeren Variante "Pinzgauer" unterschieden. Eine zunehmende Verschmelzung dieser zwei Schläge hat nach Absprache mit den Zuchtverbänden dazu geführt, das ab 1948 die Rassebezeichnung
"Süddeutsches Kaltblut" eingeführt wurde.
Hauptzuchtgebiet ist Bayern. Das heutige Zuchtziel erstrebt ein großrahmiges, gut bemuskeltes, tiefrumpfiges Wirtschaftspferd mit langer, breiter und gespaltener Kruppe, bei korrekt gestelltem, trockenem Fundament mit harten Hufen und raumgreifenden Gängen.
Das Temperament soll ausgeglichen sein, um eine vielseitige Verwendung zu gewährleisten. Der zunehmende Einsatz im Freizeitbereich hat die Selektion in der jüngsten Vergangenheit, mehr als vorher, auf die eleganteren, weniger massigen Pferde ausgerichtet.

Bestand

110 im Zuchtbuch eingetragene Stuten
4 im Zuchtbuch I registrierte Hengste

Farben

Zu 80 % Füchse, auch Braune, Rappen, Tigerschecken, Schimmel und Mohrenköpfe

Widerristhöhe

158 bis 165 Stockmaß

Verwendung

Als Wagen- und Reitpferde im Freizeitbereich, überwiegender Einsatz jedoch in der Land- und Forstwirtschaft. Die Zucht und Haltung liegt vornehmlich in bäuerlicher Haltung.

In unserem Betrieb werden Schwarzwälder und Süddeutsches Kaltblut zu gleichen Teilen gehalten. Alle Pferde erhalten eine artgerechte Haltung und Erziehung (Gruppenhaltung, Fohlenaufzucht, täglicher Weidegang).
Unsere Tiere sind leistungsgeprüft (Zugleistungsprüfung) und werden sowohl geritten (mit und ohne Sattel) als auch gefahren (1-bis 4-spännig). Anfallende landwirtschaftliche Tätigkeiten (Pflügen, Eggen ) werden nach Möglichkeit mit unseren Pferden erledigt.